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Klinik Kösching als EndoProthetikZentrum rezertifiziert

22.09.2017

Ein Gelenk durch ein Kunstgelenk zu ersetzen, erfordert viel Wissen, Erfahrung und Können. Die Zertifizierung als EndoProthetikZentrum (EPZ) zeichnet Kliniken aus, die dies besitzen. Der Klinik Kösching und ihren niedergelassenen Partnern wurde dieser Status jetzt erneut bestätigt.

Die Hauptoperateure am EPZ in der Klinik Kösching: (v.l.) Dr. Stefan Schneider, assoziierter Professor der Universität Oradea/Rumänien, Prof. Gregor Voggenreiter, Dr. Rainer Rager, Dr. Dirk Hedrich.

Rund um eine Operation fallen viele organisatorische und medizinische Abläufe an. Der Patient muss in die Klinik aufgenommen werden. Die Diagnose muss gestellt bzw. überprüft und die Therapie festgelegt und durchgeführt werden. Nach der Operation müssen Maßnahmen zur Mobilisierung und Reha getroffen werden. Damit ein Patient im Rückblick von einer gelungenen Operation sprechen kann, muss jeder einzelne Schritt gut geplant sein und reibungslos in den nächsten greifen.

Rezertifizierung mit neuem Hauptoperateur

Die Klinik Kösching hat sich der Herausforderung gestellt, diesem Anspruch an die Qualität gerecht zu werden. Gemeinsam mit den niedergelassenen Orthopäden Dr. Dirk Hedrich und Dr. Rainer Rager hat Prof. Voggenreiter als Leiter des Orthopädisch-traumatologischen Zentrums an der Klinik alle Abläufe unter die Lupe genommen und an der Zertifizierung als EndoProthetikZentrum teilgenommen. Auf Anhieb schafften Klinik- und Praxisteams 2014 die Zertifizierung. In diesem Jahr wurden sie nun erneut als EndoProthetikZentrum bestätigt. Jetzt mit Dr. Stefan Schneider als zusätzlichem neuen Hauptoperateur.  

Im Fokus: Strukturen, Prozesse und Ergebnisqualität

Die Anforderungen an die Zertifizierung betreffen Strukturen, Prozesse und Ergebnisqualität. Mit Strukturen sind zum Beispiel die Ausstattung der Klinik, Fallzahlen und Sprechstunden gemeint. Bei den Prozessen dreht es sich um Diagnosestellung, Narkose und Operation. Auch begleitende Vorgänge zählen hierzu wie die Physiotherapie, die mit der Gangschule bereits vor der Operation beginnt. Die Ergebnisqualität wird unter anderem in Patientenzufriedenheit und der Zahl der Komplikationen gemessen. „Wir konnten in all diesen Bereichen sehr gut abschneiden“, sagt die Beauftragte für Qualitätsmanagement, Monika Bauer.

Gemeinsam kommen die Hauptoperateure auf mehr als 300 Operationen jährlich. Mindestens 50 Gelenkersatzoperationen an Hüfte und Knie pro Hauptoperateur im Jahr sind für die Zertifizierung gefordert.

Schmerztherapie fördert Heilungsprozess

Besonders gelobt wurde von der Prüfkommission die Schmerztherapie rund um die Operation. Bereits am Ende des Eingriffs führt der Operateur eine ausgiebige Wundinfiltration mit Lokalanästhetika und Opiaten durch. Diese Schmerzbehandlung wird unmittelbar nach der Operation mit einer Schmerzpumpe fortgeführt. Bei Schmerzpumpen kann der Patient sich Schmerzmittel selbst intravenös verabreichen und braucht nicht auf einen Arzt oder eine Pflegekraft zu warten. Der Patient kann dadurch früher mobilisiert werden, und die Sturzgefahr verringert sich.  

Als sehr gut wurde vom Prüferteam auch die Vernetzung der niedergelassenen Hauptoperateure mit der Klinik wahrgenommen. „Die Ärzte haben Zugriff auf die elektronische Dokumentation ihrer Patienten. Sie können jederzeit Anordnungen machen und Medikation, Laborwerte und Heilungsverlauf überprüfen“, sagt Monika Bauer. Auch Zugriff auf den OP-Plan und die Patientenaufnahme haben die Ärzte. So ist der Prozess von der Aufnahme bis zur Entlassung lückenlos gestaltet.

„Wir sind sehr stolz, dass wir gemeinsam mit den niedergelassenen Kollegen erneut die hohen Anforderungen erfüllen konnten und als EPZ bestätigt wurden. Die Zusammenarbeit ist sehr fruchtbar für unsere Patienten und für das gesamte Team“, betont Prof. Voggenreiter.