• Klinik Kösching Außenansicht
  • Katheterlabor
  • Anästhesist im OP
  • Röntgenassistentin vor Röntgenanlage
  • Kardiologe im Katheterlabor

Für allgemeinmedizinischen Nachwuchs

20.02.2019

Studentinnen und Studenten der Allgemeinmedizin an der TU München haben am Montag, 18. Februar, Eichstätt besucht. Sie haben sich hier über den Landkreis, die Klinik, die Praxislandschaft und die Ausbildung zum/zur Allgemeinmediziner/in informiert.

Im Herzkatheterlabor der Klinik Eichstätt zeigt Prof. Alexander Hansen, Chefarzt der Angiologie, die Führungsdrähte, die bei einer Herzkatheteruntersuchung in den Gefäßen Richtung Herz vorgeschoben werden. „Sehen Sie, wie weich und anschmiegsam das Material ist“, sagt er. „Die Drähte gleiten ganz leicht durch die Gefäße zum Herzen.“ Die Studierenden berühren interessiert den dünnen Schlauch. Noch sind ihnen die Arbeitsmaterialien im Arztberuf fremd. Der klinische Teil des Studiums steht ihnen erst noch bevor.

Genau deshalb absolvieren sie derzeit Besuche in der Kreisklinik Dillingen, der Klinik Kreis Mühldorf am Inn und den Kliniken im Naturpark Altmühltal. Diese Kliniken mit ihren Weiterbildungsverbünden hat die Technische Universität München als Lehrkrankenhäuser und Ausbildungsregionen für Allgemeinmedizin etabliert. Nun liegen sie im Wettbewerb um die Studenten.

Die Klinik Eichstätt hat für die Studenten ein 5-stündiges Willkommensprogramm zusammengestellt, das mit einem Besuch beim Landrat beginnt. Im Spiegelsaal der ehemaligen Fürstbischöflichen Residenz legt dieser den Studenten die Vorzüge des Landkreises und der Kreisstadt dar: Vollbeschäftigung, gute Anbindung an die umliegenden Großstädte, hohe Lebensqualität und hoher Freizeitwert durch den Naturpark. Kliniken-Geschäftsführer Alfred Schimmer zeigt anschließend das Leistungsspektrum der Kliniken auf.  

Danach geht es in die Klinik Eichstätt, wo Chirurgen und Internisten ihr Ausbildungskonzept vorstellen. Es besteht in 1:1-Betreuung während der Ausbildung, Lernen durch praktisches Mitarbeiten und eine Vorbereitung auf den hausärztlichen Beruf durch Skill-Trainings und PJ-Seminare.  

In den folgenden 1,5 Stunden dürfen die Studenten dann ihren potenziellen „Ausbildungsbetrieb“ entdecken. Auf Prof. Hansen im Herzkatheterlabor folgt Dr. Götz Leonhardt in der Ambulanz. Er stellt die Herausforderungen einer Notaufnahme dar. Die Anästhesisten erklären, welche Bausteine der Intensiv- und Notfallmedizin die Studenten bei ihnen erlernen können. Kinderorthopädin Eva Scheerer-Harbauer lässt die Studenten an einem Hüftultraschall bei einem Säugling teilhaben. Danach nehmen alle Studierenden an einer Stadtführung teil, bei der sie einen Eindruck von der Stadt Eichstätt erhalten. Den Abschluss bildet ein Besuch in der Hausarztpraxis von Dr. Margret Bauer. Sie ist Mitglied des Weiterbildungsverbundes der Kliniken und zeigt die Räumlichkeiten und die Ausstattung, die heutzutage in einer Hausarztpraxis Standard sind.  

„Wir hoffen, dass wir einige Studierende für die Ausbildung in Allgemeinmedizin an unseren Kliniken begeistern konnten“, sagt Kliniken-Geschäftsführer Alfred Schimmer. „Hausärztlichen Nachwuchs können wir in der Region gut gebrauchen. Vielleicht bleibt der eine oder andere ja auch in der Klinik.“

Bildunterschrift:
Landrat Anton Knapp (li.) und Kliniken-Geschäftsführer Alfred Schimmer (4.v.li.) empfingen die Studenten und den Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeinmedizin, Prof. Antonius Schneider (6.v.li.), von der TU München.